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Wiesel Hermelin

Natürliche Feinde von Maulwürfen & Wühlmäusen | Erkennen & Ansiedeln | Tipps & Tricks

Eine der vielleicht besten Methoden der Maulwurf- und Wühlmausabwehr ist die Förderung von natürlichen Feinden.

Denn Maulwurf- und Wühlmausplagen können nur auftreten, wenn die Tiere auf nur wenige oder keine natürlichen Gegenspieler treffen.

Schafft man es, einige ihrer Fressfeinde im Garten anzusiedeln, dann bekommt man eine langfristige und nachhaltige Abwehr gegen die Tiere – praktisch umsonst.

Hier erfährt man, welche Tiere zu den natürlichen Feinden von Maulwürfen und Wühlmäusen zählen und wie man sie in den eigenen Garten locken kann.

Wiesel mit Maulwurf Wühlmaus
Wiesel sind auf die Jagd von Maulwurf und Wühlmaus spezialisiert.

Natürliche Feinde erkennen

Nicht allen ist bekannt, wie viele Fressfeinde Maulwurf und Wühlmaus in der Natur haben.

Die folgende Liste ist mit Videos angereichert, die belegen, dass auch Tiere dazu gehören, von denen man das vielleicht gar nicht angenommen hätte.

Sollte eine Tierart fehlen, meldet Euch bitte per Kommentar oder Mail – vielen Dank dafür im Voraus!


Video: Hermelin im Winterfell fängt Wühlmaus


Feinde aus der Luft: Eulen & Greifvögel

Es gibt eine ganze Reihe von Vögeln, die (Wühl-)Mäuse fressen – und gelegentlich auch Maulwürfe.

Dazu zählen:

  • Bussarde (z. B. Mäusebussard)
  • Graureiher (auch Fischreiher genannt)
  • Krähen
  • Raben
  • Dohlen
  • Schleiereulen
  • Turmfalke
  • Uhu
  • Waldkauz
  • Steinkauz
  • Weißstorch.

Video: Grau- oder Fischreiher frisst Wühlmaus


Sumpfohreule auf der Jagd


Video: Schleiereule frisst Maulwurf


Video: Waldkauz im Nest mit Ratten & Mäusen


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Nistkästen für Waldkäuze gibt es auch hier: Angebot bei Vivara.


Feinde am Boden

Außerdem gibt es eine ganze Reihe von Säugetieren, die Mäuse und auch Maulwürfe fressen.

Dazu zählen:

  • Dachs
  • Frettchen
  • Fuchs
  • Hermelin (Großes Wiesel – auch Kurzschwanzwiesel genannt)
  • Hunde (insbesondere Jagdhundrassen)
  • Iltis
  • Katzen
  • Marder (z. B. Steinmarder)
  • Mauswiesel
  • Wildschweine.

Video: Fuchs fängt Maulwurf & Krähe klaut Maus


Andere

Letztlich gibt es auch noch Schlangen, die in Gänge und Bau von Mäusen und Maulwürfen eindringen können.

Dort fressen sie nicht nur die wehrlosen Jungtiere, sondern greifen auch die erwachsenen Elterntiere an.

Dazu zählen:

  • Äskulapnatter (Süddeutschland, Schweiz & Österreich)
  • Kreuzotter
  • Schlingnatter
  • Aspisviper (Schwarzwald).

Video: Schlange frisst Maulwurf (Äskulapnatter)


Fressfeinde fördern & ansiedeln

Man kann einige Dinge tun, um die Fressfeinde von Maulwurf und Wühlmaus anzulocken und bestenfalls sogar anzusiedeln.

Die fleißigsten Jäger von Kleinsäugern, die man anlocken kann, sind Eulen und Wiesel.

Schleiereule gegen Maulwürfe
Schleiereulen sind auf Wühlmäuse und Maulwürfe spezialisiert. Sie nehmen auch künstliche Nistkästen an.

Eulen fördern & ansiedeln

Im ländlichen Raum waren Eulen schon immer beliebt als Jäger von Mäusen und Ratten.

Daher hat man häufig im Dachstuhl von Häusern und Scheunen ein sogenanntes „Eulenloch“ offen gelassen.

Dafür reicht schon eine kleine Öffnung von 15 × 20 Zentimeter.

Wenn man dazu noch eine Nistgelegenheit anbietet, werden sich mit Glück bald schon Schleiereulen einfinden.

Die nachtaktiven Tiere sind insbesondere auf Wühlmäuse spezialisiert und verschmähen auch Maulwürfe nicht.

Schleiereulen sind ortstreu und an die Nähe von Menschen gewöhnt.


Video: Schleiereulen Jungtiere | Kastenkontrolle


Auch Steinkäuze können in Scheunen und Kellern nisten, wenn sie einen Zugang finden.

Sie bevorzugen – wie der Name schon sagt – steinige Behausungen, zum Beispiel auch Kellergewölbe.

Wenn man in der Nähe von Waldgebieten wohnt, kann man auch Waldkauz oder Waldohreule anlocken.


Mehr Infos auf Federhilfe:


Auch Greifvögel nehmen künstliche Nisthöhlen und Nistkörbe an, wenn sie in der Nähe genügend Nahrung finden.

Manchmal findet man sie sogar in der Stadt.


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Natürliche Nistgelegenheiten suchen die Tiere in Baumhöhlen und Felsspalten.

Um Stein- und Waldkäuzen die Jagd zu erleichtern, kann man zudem Ansitzwarten aufstellen, die ungefähr 50 bis 70 Zentimeter hoch sein sollten.

Lässt man alte Baumstümpfe stehen, so werden sie von Eulen gern als Ansitz genutzt.

Auch für tagaktive Greifvögel kann man Ansitzplätze schaffen – Hochstangen oder auch Julen genannt.

Diese sind meist einige Meter hoch und mit einem runden Holz an der Spitze versehen.


Video: Ansitze für Greifvögel aufstellen


Schleiereulen und Turmfalken lassen sich auch in Kirchtürmen ansiedeln.

Dabei hilft bei Bedarf auch eine der vielen Ortsgruppen des NABU (Naturschutzbund).

Neben Nistmöglichkeiten freuen sich die Tiere auch über Hecken und Gräben, in deren Umfeld sie Nahrung finden.

Auch ein Teich oder ein kleiner Weiher, der als Bad genutzt werden kann, ist für die Ansiedlung von Eulen vorteilhaft.

Dort finden sie zudem Amphibien, die ihr Nahrungsspektrum erweitern.


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Wiesel fördern & ansiedeln

Zu den Wieseln zählt der Mauswiesel und das größere Hermelin.

Beide kann man anlocken und fördern.

Zuallererst gilt es jedoch, ihnen möglichst wenig zu schaden.

Zum Beispiel sollte mensch auf den Einsatz von Gift gegen Ratten und Mäuse verzichten.

Doch auch Schlagfallen können den Tieren zum Verhängnis werden, wie das nächste Bild zeigt.

Belette Topcat.JPG
Fail: Dieser Wiesel wurde durch eine Wühlmausfalle getötet. (Quelle: M nivalis, CC BY-SA 3.0, Link)

Wie Eulen und Käuze lieben auch Wiesel: Hecken, Gräben, Feldränder und hohes Gras.

Sie benötigen Plätze, an denen sie Unterschlupf finden, denn auch sie gehören zur Beute von Raubvögeln.

Wieseln Unterschlupf bieten:

  • Hohle Baumstämme auslegen.
  • Verwinkelte Steinhaufen anlegen.
  • Felsspalten und Trockensteinmauern
  • Holzhaufen und -stapel
  • Reisighaufen
  • Tonrohre (Alte Abwasserrohre)
  • Plätze mit dichter Vegetation.

Video: Ast- und Steinhaufen für Wiesel richtig anlegen | Lehrvideo aus der Schweiz


Wiesel nutzen als Bau und Nistplatz auch häufig die Baue anderer Tiere.

Hat man diese auf dem Grundstück bemerkt, kann man die Eingänge offen lassen.

Auch andere Nützlinge können davon profitieren, zum Beispiel Erdhummeln.

Wiesel
Wiesel hält Ausschau nach Beute.

Wieselkasten aufstellen

Vor allem in Baumschulen gibt es die Praxis, Wieselkästen aufzustellen.

Diese ähneln in Größe und Aufbau einem Schleiereulenkasten und können etwa unter Reisighaufen platziert werden.

Sie sind meist aus witterungsbeständigem, unbehandeltem Lärchenholz gefertigt.

Außerdem verfügen sie über eine Vorkammer und einen doppelten Boden, der sie gegen Feuchtigkeit und Bodenkälte schützt.

Diese Kästen kann man auch in Brennholzstapel oder Trockensteinmauern integrieren.

Nistkästen für Wiesel und Hermelin kann man hier schon für ~40 Euro online kaufen: Angebot bei Etsy.

Wiesel mit Beute
Wiesel im Unterschlupf mit erbeuteter Maus.

Wieselburg bauen

Zudem kann man spezielle Wieselburgen anlegen, zum Beispiel aus Steinen und/oder Tonschalen.

Dabei kann man kreativ werken und verschiedene Materialien verwenden.

Wie solch eine Burg aussehen kann, sieht man im folgenden Video.


Video: Wieselburg gestalten


Ein Problem bei der obigen Wieselburg ist, dass es rund herum keine Versteckmöglichkeiten gibt.

Daher werden sich hier wahrscheinlich keine Wiesel ansiedeln. Zudem fehlt eine Wasserstelle in der Nähe.

Im nächsten Video kann man zu Beginn kurz sehen, wie eine Nisthöhle für Hermeline (Große Wiesel) in eine Trockensteinmauer integriert wurde.

Direkt daneben wurde eine kleine Wasserstelle angelegt. Dieses Nest wurde gut angenommen.


Video: Hermelin-Nest in Trockensteinmauer | In England


Störche ansiedeln

Auch Störche lassen sich mit etwas Glück anlocken, wenn man ihnen eine gut gelegene Nistgelegenheit anbietet.

Kann man dafür einen geeigneten Platz zur Verfügung stellen, ist es auch hier ratsam, die Hilfe des örtlichen NABU in Anspruch zu nehmen.

Meist gibt es dort Experten, die mit Rat und Tat zur Seite stehen.


Video: Storch frisst Maulwurf


FazitFazit

Es gibt eine Reihe von natürlichen Feinden von Maulwurf und Wühlmaus, die man gezielt anlocken kann.

Insbesondere Schleiereulen, Waldkauz, Mauswiesel und Hermelin kommen hierfür infrage.

Wenn dafür die Möglichkeit besteht, kann man für Eulen geeignete Nistgelegenheiten anbieten – diese kann man auch selbst bauen.

Auch für Wiesel kann man, mit wenigen Mitteln, Unterschlüpfe schaffen und sie so zum Verweilen im Garten einladen.

Dieser Weg der Wühlmaus- und Maulwurfbekämpfung ist aus Sicht des Naturschutzes und der Förderung der Artenvielfalt anderen Methoden vorzuziehen.

Der Einsatz von Gift sollte daher auch völlig tabu sein, denn damit schadet man letztlich mehr als man nützt.

Alternative Methoden und Mittel zur Schneckenabwehr

Alternative Maulwurf- und Wühlmausabwehr

Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten, Maulwürfen und Wühlmäusen das Leben schwer zu machen.

Man kann versuchen, sie mit Gerüchen zu vertreiben, zum Beispiel mit:

Außerdem kann man sie mit Geräuschen nerven und verängstigen, sodass sie im besten Fall das Weite suchen:

Wenn man wirklich sicher gehen muss, dass keine Erdhaufen mehr entstehen, kann man Maulwurfgitter oder -netze verlegen.

Manch ein Gärtner schwört auch auf die Kraft von Abwehr-Pflanzen, mit denen man die Tiere vertreiben kann, etwa Kaiserkronen.

Letztlich kann man auch versuchen, Wühlmäuse mit speziellen Wühlmausfallen zu fangen, um sie in sicherer Entfernung wieder auszusetzen.

Doch selbst wenn man einige Tiere fängt, so dauert es oft nicht lange, bis sich wieder neue einfinden.

Daher ist die Ansiedlung von natürlichen Feinden wahrscheinlich die nachhaltigste Möglichkeit, mit dem Problem umzugehen.


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Stand: 11. April 2022


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Alexander Böckmann

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