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Wühlmausfalle Wühlmaus in der Falle Plastikeimer mit Apfel

Wühlmausfalle richtig aufstellen | Anleitung | Tipps & Tricks +++

Was man beim Aufstellen einer Wühlmausfalle beachten sollte, wird hier ausführlich beschrieben.

Wühlmaus bekämpfen vertreiben Wühlmausbekämpfung Schädling sitzt auf Hand Schermaus
Wühlmäuse lassen sich nur mit der richtigen Technik fangen.

Wühlmausabwehr

Bevor man versucht, Wühlmäuse mit Fallen zu bekämpfen, stellt sich die Frage, ob es nicht einfachere Wege gibt.

Denn das Fallenstellen ist nicht einfach und auch nicht immer von Erfolg gekrönt.

Zahlreiche Alternativen zur Wühlmausfalle findet man hier: Wühlmäuse vertreiben.


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Mauswiesel mit Wühlmaus im Maul natürliche Feinde der Wühlmäuse
Mauswiesel sind natürliche Feinde der kleinen Nagetiere. Mehr Infos hier: Natürliche Feinde von Wühlmäusen ansiedeln.

Verschiedene Fallentypen für Wühlmäuse

Es gibt ganz grundsätzlich verschiedene Fallen.

Der erste Typ Fallen tötet Mäuse mehr oder weniger zuverlässig:

  • Zangenfalle
  • Schussfalle
  • Supercat
  • Bayrische Drahtfalle
  • Schlagfalle.

Diese Fallen kann ich nicht empfehlen, da den Tieren unnötig Leid zugefügt wird. Außerdem kann man sich beim Aufstellen verletzen.

Der zweite Typ ermöglicht es, die Tiere lebend zu fangen und umzusiedeln.

Lebendfallen sind harmlos und es besteht keine Verletzungsgefahr. Außerdem sind sie auch um einiges günstiger.

Dabei muss man bedenken, dass man in der Regel mehrere Fallen braucht, um die Mäuse zu fangen.

Von Herstellern wird empfohlen, für 500m² rund 20 Fallen zu verwenden. Diese Angabe ist sicher etwas übertrieben und es hängt ganz von den örtlichen Umständen ab, wie viele Fallen man braucht.

Für Wühlmäuse gibt es spezielle Röhrenfallen. Doch es gibt auch die Möglichkeit, normale Käfigfallen für Ratten oder Mäuse zu verwenden.

In den Fallen platziert man einen Köder und kontrolliert dann mehrmals täglich. Es gibt noch einige weitere neuere Patente, um Mäuse lebend zu fangen.

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Video Anleitung: Lebendfalle selber bauen

Im folgenden Video wird kurz und gut erklärt, wie man sich eine Mausefalle selber bauen kann.

Ob die beschriebene Falle auch bei Wühlmäusen funktioniert, konnte ich noch nicht testen, doch es ist zu erwarten.

(Falls Ihr Erfahrungen damit gemacht habt, würde ich mich über einen Kommentar freuen.)

Die Falle reinigen

Wenn man eine neue Falle aufstellt, darf diese für die sehr geruchsempfindlichen Mäuse nicht fremdartig riechen.

Deshalb sollten neue Fallen vor Gebrauch mit geruchsneutraler Kernseife gereinigt, einige Tage im Freien liegen gelassen und schließlich gründlich mit Erde abgerieben werden.

Alternativ kann man die Fallen auch wässern, das heißt für ein bis zwei Tage in einem Teich, Fluss. etc. platzieren.

Man sollte beim Säubern größte Sorgfalt verwenden. Denn nur, wenn keine verdächtigen Gerüche zurückbleiben, kann die Jagd erfolgreich sein.

Beim Aufstellen ist es deshalb wichtig, immer Handschuhe zu tragen, die auch vorher mit Erde abgerieben wurden und die Fallen niemals mit bloßen Händen zu berühren.

Auch nachdem eine Maus gefangen wurde, muss die Falle erneut gereinigt werden, da alter Angstschweiß und Ausscheidungen neue Mäuse abschrecken können.

Wühlmausfalle aufstellen die Wühlmaus in die Falle locken
Mäuse sind von Natur aus vorsichtig und zugleich neugierig.

Die Falle aufstellen

Bevor man eine Wühlmausfalle aufstellt, muss man bewohnte Gänge finden. Denn nicht alle Gänge im Wühlmausbau werden regelmäßig benutzt.

Wenn man mit einem spitzen Gegenstand im Boden über dem Bau herumstochert, sollte man mit Glück bald auf Hohlräume stoßen.

Dort öffnet man den Gang auf einer Länge von ungefähr 30 Zentimetern. Dann wartet man bis der Gang wieder verschlossen bzw. verwühlt wurde.

Dabei handelt es sich um die so genannte „Verwühlprobe“. Diese stellt sicher, dass es sich wirklich um eine Wühlmaus handelt und nicht um einen Maulwurf.

Denn Maulwürfe verwühlen die geöffneten Gänge nicht, sondern untergraben sie. Mehr dazu hier.

Außerdem erkennt man durch die „Verwühlprobe“, ob ein Gang auch wirklich bewohnt wird.

Nachdem die Gangöffnungen verwühlt wurden, öffnet man sie erneut.

Dann säubert man den Gang z. B. mit einem Löffel und setzt die Falle möglichst waagerecht hinein.

Bei Röhrenfallen gibt es ein „Oben und Unten“. Darauf muss man achten, damit die Fallen richtig funktionieren.

Ist die Falle platziert, sollte die Stelle von oben lichtdicht abgedeckt werden, damit Helligkeit die Mäuse nicht verschreckt und zum Verwühlen anregt. Dazu kann man ein Brett, Grassoden oder einen Eimer benutzen.

Nach dem Aufstellen muss man die Falle mindestens zweimal pro Tag kontrollieren, da Wühlmäuse stressempfindlich sind und an Panik sterben können.

Hat man eine Maus gefangen, setzt man sie möglichst weit entfernt in einem entlegenen Gebiet wieder aus.

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Schermäuse haben ein schwaches Herz und sterben schnell, wenn sie eingesperrt sind.

Wühlmausfalle selber bauen

Wenn man geschickt ist, kann man sich selbst eine Wühlmausfalle bauen (siehe Video oben).

Hat man sich eine Röhrenfalle gekauft, sieht man gut, wie sie funktioniert und kann sie mit einfachen Mitteln nachbauen.

Außerdem ist es möglich, Mäuse in großen Glasflaschen oder Plastikbehältern zu fangen. Die Behälter sollten möglichst tief sein, so dass die Maus, wenn sie hineinfällt, nicht wieder herausspringen kann.

Dann kann man das Gefäß ähnlich wie andere Fallen in einem Wühlmausgang platzieren, eingraben und einen Köder hineinlegen.

Dabei die gleichen Maßnahmen ergreifen, wie auch bei den anderen Fallen: Also von Gerüchen befreien, nicht mit bloßen Händen anfassen und dann lichtdicht abdecken.

Wenn man es geschickt anstellt, werden die Mäuse in die Fallgrube fallen und von allein nicht mehr herauskommen. So kann man mit Glück sogar mehrere Mäuse auf einmal fangen.

Katze und Maus spielen Schach im Mondschein
Mäuse zu fangen, erfordert Geschicklichkeit und Geduld.

Der richtige Köder für Wühlmausfallen

In der Zeit von April bis Oktober finden die Mäuse reichlich Nahrung in der Natur und werden ausgelegte Köder oft verschmähen.

Doch von November bis März helfen Köder dabei, die Mäuse anzulocken. Dies ist im Grunde die einzige Zeit, die sich dafür anbietet, Wühlmäuse mit Fallen zu bekämpfen.

Als Köder eignen sich z. B. kleine Stücke von geschälten Möhren oder Knollensellerie.

Auch Topinambur, Kartoffeln und geschälte Apfelstücke können als Lockmittel verwendet werden.

Wühlmäuse sind reine Vegetarier, also mit Schinken und Ähnlichem wird man sie nicht locken können.

Fazit

Es ist nicht einfach, Wühlmäuse mit Fallen zu fangen. Doch wenn man sich dieser Aufgabe angenommen hat, wird man es erlernen.

Am besten klappt es in der Zeit, zu der die Mäuse in der Natur wenig zum Fressen finden.

Man kann Röhrenfallen benutzen oder sich selbst Fallen bauen.

Besonders wichtig ist, dass die Fallen nicht unnatürlich riechen und mehrmals täglich kontrolliert werden.

Hat man eine Maus gefangen, muss man sie einige Kilometer entfernt aussetzen, denn sonst kommen sie wieder zurück.

Wühlmausfallen einsetzen?

Das Fangen mit Fallen ist nicht nur zeitaufwendig, sondern auch aus Tierschutzgründen bedenklich.

Die Tiere leiden nämlich unter dem Einsatz von Fallen erheblich.

Fängt man Elterntiere, kann es vorkommen, dass Jungtiere im Bau qualvoll verhungern.

Wühlmäuse reagieren anfällig auf Stress und Wassermangel. Werden sie aus Lebendfallen nicht rasch wieder befreit, sterben sie qualvoll.

Bei Schlag- und Schussfallen kommt es zudem vor, dass die Tiere nur verletzt werden und dann erlöst werden müssen.

Dies ist für Mensch und Tier unnötiges Leid, das man vermeiden kann.

Die einzigen Wühlmausfallen, die ich empfehle, sind daher Röhrenfallen.

Wenn man diese Lebendfallen im Spätherbst bis in den Vorfrühling hinein einsetzt, haben die Tiere keine Jungen und wenig zum Fressen.

Dann kann man Wühlmäuse einfangen und an anderer Stelle wieder aussetzen.

Alternativen

Hier noch ein paar Tipps und Tricks, wie man Wühlmäuse vertreiben/vergrämen kann.

Wer sich auf seinem Rasen dauerhaft Ruhe wünscht, kann auch Maulwurfgitter verlegen.

Das ist zwar teuer und aufwendig, doch hält auch Wühlmäuse sicher davon ab, den Rasen zu verunstalten.

Die vielleicht nachhaltigste Methode ist es, die natürlichen Feinde von Wühlmäusen und Maulwürfen anzulocken.

Ich wünsche viel Erfolg beim Katz-und-Maus-Spiel!


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Stand: 29. März 2020


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Alexander Böckmann

Gärtnern im Einklang mit der Natur.

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